Ausstellung
Antiheld
Historisches Museum
Barfüsserkirche

Der vergessene Vorkämpfer Schweizer Grundrechte

Veröffentlicht am Samstag, 26. Juni 2021 in Kooperation mit Historisches Museum Basel.

Religionsfreiheit, Pressefreiheit, politische Gleichberechtigung – Peter Ochs hat für ebenjene Schweizer Grundrechte gekämpft. Zum 200. Todestag erhält der Basler Historiker eine eigene kleine Ausstellung im Historischen Museum Basel. Vom 18. Juni bis 14. November 2021.

Wilhelm Tell – mit diesem Namen und den Bildern des Schweizer Nationalhelden mit der Armbrust auf der Schulter wächst jedes Kind auf. Und was ist mit Peter Ochs? Der Basler Jurist, Politiker und Historiker ist wohl nur den geschichtsbeflissensten Baslern bekannt. Ein bisschen mehr Ruhm hätte er allerdings schon verdient. Die Suche auf Google führt uns immerhin auf's Bruderholz, wo Peter Ochs mit der Peter Ochs-Strasse für die Ewigkeit gewürdigt wird. Somit muss er zu seinen Lebzeiten also auch was geleistet haben.


Peter Ochs als helvetischer Direktor
Peter Ochs als helvetischer Direktor (© Historisches Museum Basel, Foto: Andreas Niemz)


Verspotteter Antiheld

Doch wer ist denn dieser in Vergessenheit geratene Schweizer Nationalheld? Zum 200. Todestag erhält Peter Ochs nun ein im Christoph Merian Verlag erschienene Publikation «Menschenrechte und Revolution – Peter Ochs (1752–1821)» – und eine eigene Ausstellung im Historisches Museum Basel – Barfüsserkirche. Diese beleuchtet die Geschichte dieses interessanten Vorkämpfers Schweizer Grundrechte auf würdevolle und spannende Weise anhand von 26 ausgewählten Objekten.


Es waren die Ideen der Aufklärung und die der Menschenrechte, welche den Basler Juristen, Politiker und Diplomaten Peter Ochs ein Leben lang beschäftigten und wofür er sich einsetzte. Schweizer Grundrechte wie Pressefreiheit, Religionsfreiheit und politische Gleichberechtigung gehörten zu Peter Ochs' Forderungen als 1798 die erste Schweizer Verfassung erstellt wurde. Mitgestaltet von Peter Ochs höchstpersönlich. Was aus heutiger Sicht rühmlich und heldenvoll tönt, kam vor mehr als 200 Jahren nicht nur gut an. So wurde er für seine Forderungen angefeindet, verspottet und als Verräter verleumdet.


(© Historisches Museum Basel, Foto: Philipp Emmel)

(© Historisches Museum Basel, Foto: Philipp Emmel)


Aufschlussreich und empfehlenswert

Peter Ochs setzte sich für Freiheit und Gleichheit in der Schweiz ein – und stand trotzdem im Fokus der Kritik. Das Historische Museum Basel zeigt den besonderen Weg des Basler (Anti-)helden auf, der sich in Basel als «homme politique» etablieren und Teil jener Elite wurde, die gesellschaftlich und politisch Einfluss nehmen konnte. Die Ausstellung «Menschenrechte und Revolution – Peter Ochs (1752–1821)» thematisiert und hinterfragt die Kritik an Ochs' Wirken und Engagement für Freiheit und Gleichheit in der Schweiz – und regt damit zum Nachdenken an.


Was in einer direkten Demokratie wie der Schweiz heute als selbstverständlich gilt, galt früher als revolutionär und umstritten. Freiheitliche Grundrechte werden im Kontext der Geschichte eingeordnet – genau das macht die Ausstellung aufschlussreich und einen Besuch empfehlenswert. Das Historische Museum Basel beleuchtet einen Mann, der im öffentlichen Bewusstsein kaum mehr präsent ist und mehr Aufmerksamkeit verdient hat als bloss einen Strassennamen auf dem Bruderholz.


Menschenrechte und Revolution – Peter Ochs (1752–1821)

Historisches Museum Basel

Vom 18. Juni 2021 bis 14. November 2021

hmb.ch


Entdecke auch das Rahmenprogramm mit Führungen durch die Ausstellung!


(© Historisches Museum Basel, Foto: Philipp Emmel)


Dieser Partner-Content ist in Kooperation mit unserem Partner «Historisches Museum Basel» entstanden.

Historisches Museum Basel
Das Historische Museum Basel gilt mit seinen drei Häusern als das bedeutendste kulturhistorische Museum am Oberrhein. Es sammelt, bewahrt, dokumentiert und erforscht relevante Zeugnisse des kulturellen Erbes für künftige Generationen, vermittelt den Besucherinnen und Besuchern die Geschichte Basels und ist auch ein Ort der Auseinandersetzung mit Gegenwart und Zukunft.