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Frauenrechte im Fokus des Films

Veröffentlicht am Samstag, 20. November 2021.

Wie ergeht es den Frauen, nachdem ihre Männer im Krieg oder auf der Flucht nach Europa verschwunden sind? Und wie lässt sich die Scham überwinden, die Opfer sexualisierter Gewalt oftmals empfinden? Antworten gibt die sechste Ausgabe des Festivals frauenstark! vom 25.–30. November im kult.kino.

Egal ob in Hollywood oder in Europa; Männer werden in Filmen sehr viel öfter gesehen und gehört als Frauen. Das beginnt bereits im Kinderfernsehen, übrigens – schon da sind die meisten Figuren männlich. Über alle Fernsehprogramme und alle Formate hinweg kommt laut einer Studie nur eine weibliche Protagonistin auf zwei männliche, in Prozenten: 67 Prozent Männer zu 33 Prozent Frauen. Nicht so während des Filmfestivals «frauenstark!», welches die Öffentlichkeit seit 2016 auf die Situation von Frauen weltweit aufmerksam macht.



Hier kommen vielfältige und inspirierenden Frauenbilder ins kult.kino. Mutige Journalistinnen, verträumte Superheldinnen oder kunstaffine Aktivistinnen. Im Fokus stehen bereichernde Perspektiven und Lebensrealitäten von Frauen aus aller Welt. Zu einigen der gezeigten Filmproduktionen gibt es Rahmenveranstaltungen und spannende Gäste. Freu dich auf Moderatorin Melanie Winiger, Regisseur Samir oder Rapperin Sister Fa.

 

Thematisch bewegen sich die Filme in diesem Jahr im Bereich Überwindung sexualisierter Gewalt, ohne dabei Frauen in einer Opferrolle darzustellen. Da ist der Dokumentarfilm über Tina Turners bewegtes Leben, ein Porträt einer aussergewöhnlichen kongolesischen Polizistin oder die Dokumentation über Frauen, die Gewalt erfahren haben. Wir reden über Frauensolidarität, über Gewalt und Emanzipation, über Selbstbestimmung und Scham.



 

IAMANEH Schweiz ist eine Basler Entwicklungsorganisation, die mit ihrem Engagement einen Beitrag zur Geschlechtergerechtigkeit leistet. 2016 initiierte IAMANEH das erste Frauen-Filmfestival der Schweiz, um weibliche Personen als Filmschaffende und Protagonistinnen sichtbar zu machen und Themen wie Sexismus und Geschlechterungerechtigkeit öffentlich zu thematisieren. Zudem gibt es Schulvorführungen für Jugendliche und Diskussionen zu Geschlechterrollen und stereotype Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit.