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Kino mit Moral

Veröffentlicht am Dienstag, 10. November 2020 in Kooperation mit kult.kino.

Der amerikanische Traum und seine Hindernisse. «Hillbilly Elegy» erzählt die Geschichte einer Hinterwäldler-Familie über drei Generationen – kraftvoll, gefühlvoll, packend. Jetzt im kult.kino. Entdecke die neuen Kino-Highlights im November 2020.

Die Welt kennt zurzeit nur ein einziges Thema – da tut es ganz gut, mal abzuschalten und dem ganzen Corona-Wahnsinn wenigstens für ein paar Stündchen zu entfliehen. In andere Welten abzutauchen und sich Gedanken über andere Themen zu machen, die die Welt ebenso stark bewegen. Es tut gut, zu lachen, zu weinen, mit den Charakteren mitzufühlen und sich in die Helden auf der Leinwand zu verlieben. Auf diese Kraft des Kinos brauchst du glücklicherweise auch im November 2020 nicht zu verzichten. Entdecke die neuen Kino-Highlights vom kult.kino im November 2020.


Und Morgen Die Ganze Welt | ab 29. Oktober

Luisa ist 20 Jahre alt, stammt aus gutem Haus und studiert Jura im ersten Semester. Alarmiert vom Rechtsruck in Deutschland und der zunehmenden Beliebtheit populistischer Parteien, beschliesst sie, sich mit ihrer Freundin gegen Rechtsextreme zu engagieren. Schnell findet sie Anschluss beim charismatischen Alfa und dessen besten Freund Lenor. Für die beiden ist auch der Einsatz von Gewalt ein legitimes Mittel, um Widerstand zu leisten. Bald darauf überstürzen sich die Ereignisse.

Von Julia von Heinz, Deutschland 2020, 111 Min.



Zürcher Tagebuch | ab 29. Oktober

Was liegt in der Luft? – Ein filmisches Tagebuch: persönlich verankert, zugleich politisch und gesellschaftlich, mit Mut zur Unausgewogenheit, zu irritierender Gleichzeitigkeit von Innen- und Aussenwelt, Alltag und Ausnahmezustand. Der Film spinnt ein vielschichtiges Netz, fängt poetisch und experimentierfreudig Gefühle, Gedanken, widersprüchliche Tendenzen ein: ein emotionales Spiegelbild dieser ambivalenten Zeit zwischen Ohnmacht und Aufbruch.

Von Stefan Haupt, Schweiz 2020, 101 Min.



Wildland – Kød & Blod | ab 5. November

Diese Familie bricht alle moralischen – und legalen – Richtlinien. Das muss die 17-jährige Ida, nachdem sie ihre Mutter verloren hat, auf die harte Tour lernen. Jeanette Nordahls mutiges und intelligentes Debüt mit der grossartigen Newcomerin Sandra Guldberg Kampp ist eine fesselnde Studie über Familie und Dysfunktionalität, die Liebe und die Komplexität des Begehrens. Eine eindrucksvolle Mischung aus bemerkenswerter Kameraführung, exquisiten Texten und einer elektrisierenden Filmmusik. Ein intensiver Film, der in die Tiefe geht.

Von Jeanette Nordahl, Dänemark 2020, 89 Min.



El Robo Del Siglo | ab 5. November

2006 hecken Ganoven den perfekten Plan für einen Banküberfall in Buenos Aires aus. Er ist in die Geschichte eingegangen als einer der grössten Coups überhaupt und einer der gelungensten. Die Komödie, die da auf der Basis des realen Geschehens entstanden ist, ist umwerfend. Packend geschrieben, vergnüglich inszeniert, toll besetzt und gespielt und spannend bis zum Schluss: Der Film ist ein echtes Kinovergnügen.

Von Ariel Winograd, Argentinien 2020, 114 Min.



Hillbilly Elegy | ab 12. November

Ein Paar aus Jackson in Kentucky, eine Kleinstadt mit rund 6000 Einwohnern, zieht nach Ohio, um dort eine Familie zu gründen und den amerikanischen Traum zu leben. Der Film unter der Regie von Oscar-Gewinner Ron Howard basiert auf dem New-York-Times-Bestseller «Hillbilly-Elegie» von J.D. Vance. In kraftvollen Bildern und über drei Generationen der Familie Vance hinweg, die alle ihre eigenen Höhen und Tiefen in der typischen Hillbilly-Kultur erlebt haben, zerlegt der autobiografisch angelehnte Film jede Art von Stereotyp.

Von Ron Howard, USA 2020, 116 Min.



Kajillionaire | ab 12. November

Das Gaunerpaar Theresa und Robert hat seine einzige Tochter Old Dolio zur Vollblut-Ganovin ausgebildet. Als eingespieltes Team, voll sprühendem Witz, lassen sie keine Gelegenheit für einen Schwindel aus. Mit fast überschäumendem Stolz versuchen sie ihr Leben jenseits gesellschaftlicher Normen zu meistern. Nichts bringt die verschrobene Familie aus der Fassung, bis bei einem etwas überstürzten Plan die charmante Melanie in ihr Leben tritt. Der dritte Spielfilm der renommierten Performancekünstlerin und Regisseurin Miranda July ist eine ebenso originelle wie sehr bewegende Komödie über eine Familie gewitzter Schwindler.

Von Miranda July, USA 2020, 106 Min.



W. – Was Von Der Lüge Bleibt | ab 12. November

Das Buch «Bruchstücke. Aus einer Kindheit 1939–1948» schlug international hohe Wellen. Bruno Wilkomirski beschrieb seine Kindheit in einem Konzentrationslager. Nachdem bekannt wurde, dass er die ganze Kindheit in der Schweiz verbracht hatte, beharrte er zunächst auf der Richtigkeit seiner Erinnerungen. Dann zog er sich zurück und äusserte sich nicht mehr öffentlich – bis jetzt.

Von Rolando Colla, Schweiz 2020, 111 Min.



Suot Tschêl Blau | ab 12. November

In den 80er Jahren wurde das Oberengadin zur Kulisse einer gesellschaftlichen Tragödie, die tabu war. Ein Teil der lokalen Jugend litt unter einer von den traditionellen Regeln der Schweizer Berggesellschaft bestimmten Lebensweise. Immer mehr junge Dorfbewohner lernten unter dem Einfluss der Zürcher Gegenkulturbewegungen den Umgang mit Drogen kennen, dessen verheerende Auswirkungen vielen von ihnen das Leben kostete. Der Film hinterfragt das Bedürfnis einer Jugend, ihrem kulturellen und sozialen Umfeld, aber auch der berauschenden Landschaft der unendlichen Berge um sie herum zu entfliehen, wo die einen Frieden finden, die anderen sich jedoch in der Unermesslichkeit verlieren.

Von Ivo Zen, Schweiz 2020, 73 Min.



Gilles Caron – Histoire D'Un Regard | ab 12. November

Der Fotograf Gilles Caron verschwand 1970 spurlos in Kambodscha. Er war kaum 30 Jahre alt und einer der schillerndsten Fotojournalisten und wichtigsten Zeugen seiner Zeit, berichtete über den Sechstagekrieg, den Mai 68, Belfast, Biafra, Vietnam. Mariana Otero machte sich auf die Suche nach dem Menschen hinter den Bildern. Ein Film, für alle, die gerne fotografieren. Und ein Stück Zeitgeschichte, vermittelt über Bilder eines Fotografen, die sich uns einprägten.

Von Mariana Otero, Frankreich 2020, 93 Min.



A Perfect Normal Family | ab 19. November

Die 11-jährige Emma hat immer gedacht, dass ihre Familie wie alle anderen ist. Bis ihr Papa Thomas sich eines Morgens als trans outet und erklärt, dass er von nun an als Frau leben möchte. Während aus Thomas nach und nach die elegant gekleidete Agnete wird, verändert sich auch die Beziehung zwischen Vater und Tochter. Und Emma lernt, dass vielleicht gerade Veränderung «perfectly normal» ist. Mit viel Feingefühl und leisem Humor zeichnet Malou Reymann das Porträt einer Familie, die sich von heteronormativen Vorstellungen lösen muss, um eine gemeinsame Zukunft zu haben.

Von Malou Reymann, Dänemark 2020, 93 Min.



Wanda, Mein Wunder | ab 19. November

Für die wohlhabende und angesehene Familie Wegmeister-Gloor war nach dem Schlaganfall des betagten Familienoberhaupts klar: Josef wird nicht in ein Pflegheim eingewiesen. Viel zu lieblos wäre das. Stattdessen wird die junge Polin Wanda eingestellt, um ihn daheim im Familienanwesen am See rund um die Uhr zu betreuen. Ein Film wie das Leben selbst. Ein überraschender und erfrischender Blick hinter die Fassade einer wohlhabenden Schweizer Familie: voller intensiver Momente – mal traurig und wütend, dann wieder lustig und von Freude erfüllt.

Von Bettina Oberli, Schweiz 2019, 105 Min.



The Nest | ab 19. November

«Es ist nicht deine Aufgabe, dir Sorgen zu machen. Überlass das deinem Ehemann.» Den Ratschlag bekommt Allison von ihrer Mutter mit auf den Weg, als sie Mitte der 1980er Jahre eher unwillentlich mit ihrem Gatten Rory und den zwei Kindern von einem amerikanischen Vorort aufs englische Land zieht. Rory, ein ehrgeiziger Unternehmer, sieht in seinem Heimatland die Chance auf das grosse Geld. Er mietet einen weitläufigen, aber düsteren Landsitz mit Platz für Allisons Pferde. Doch bald schon droht die Familie unter dem unerschwinglichen Lebensstil und der zunehmenden Isolation zusammenzubrechen.

Von Sean Durkin, Grossbritannien 2020, 107 Min.



Nuestras Madres | ab 19. November

Guatemala war während dreissig Jahren ein Land im Bürgerkrieg. Ernesto ist ein junger Forensiker, der heute hilft, Menschen zu identifizieren, die in jener Zeit verschwunden sind. Eines Tages glaubt er, eine Spur seines Vaters gefunden zu haben, der als Guerillakämpfer zu den Verschollenen gehört. Und er macht eine unerwartete Entdeckung. Ein zutiefst bewegender Film, der in Cannes als bestes Erstlingswerk mit der Caméra d’Or ausgezeichnet wurde.

Von Cesar Diaz, Guatemala 2019, 78 Min.



Caught In The Net | ab 19. November

Eine grosse Zahl von Kindern wird im Internet sexuell belästigt. Um die Ausmasse des Online-Missbrauchs zu dokumentieren, wagt ein tschechisches Filmteam ein kontroverses Experiment: Drei volljährige Schauspielerinnen geben sich auf sozialen Plattformen als 12-jährige Mädchen aus und warten ab. Die Filmemacher entlarven perfide Vorgehensweisen im digitalen Raum. Ein radikaler und tabubrechender Film über die schockierenden Bedrohungen im Netz.

Von Barbora Chalupová & Vít Klusák, Tschechien 2020, 100 Min.



Je Ne Te Voyais Pas | ab 26. November

In einem Sicherheitsumfeld, das auf Angst vor Risiken beruht, ergründet der Film die schwierige Annäherung zwischen Opfern, die versuchen, ihr Leben wieder aufzubauen, und Tätern, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Von François Kohler, Schweiz 2018, 75 Min.



Kiss Me Kosher | ab 26. November

Dass Enkelin Shira auf Frauen steht, kann Oma Berta ja akzeptieren. Aber dass mit Maria ausgerechnet eine Deutsche geheiratet werden soll, geht für die Holocaust-Überlebende überhaupt nicht. Der Chaos-Pegel steigt, als Marias Eltern in Jerusalem anreisen, um die Hochzeit zu planen. Ein witziger, temporeicher Culture-Clash über Liebe, Vorurteile und verrückte Familien.

Von Shirel Peleg, Israel 2020, 101 Min.



Anche Stanotte Le Mucche Danzeranno Sul Tetto | ab 26. November

Fabiano, 38, wird bald Vater. Er besitzt 50 Ziegen und 8 Kühe und versucht sein Bestes, um den Alpkäse herzustellen, den seine Hippie-Eltern in den 70er Jahren zum ersten Mal produzierten. Aber nichts läuft so, wie es sollte. Er ist verschuldet und fühlt sich schuldig am tödlichen Unfall eines mazedonischen Schwarzarbeiters. Wie können er und seine Freundin Eva unter so schwierigen Umständen ein gemeinsames Leben aufbauen?

Von Aldo Gugolz, Schweiz 2020, 80 Min.




Dieser Partner-Content ist in Kooperation mit unserem Partner «kult.kino» entstanden.

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Im kult.kino können Sie in filmische Entdeckungen aus aller Welt eintauchen. Die zwei kult.kino Standorte Atelier und Camera mit insgesamt sieben Kinosälen stehen für eine vielseitige, lebendige und anspruchsvolle Filmkunst inmitten gemütlicher Atmosphäre. Mit einer sorgfältig erlesenen Programmation erweitert kult.kino Ihre cineastische Erfahrung und bringt Ihnen schon heute Filme, die morgen kult sind.