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S'Lääbe im Quartier
Basler Innenstadt

S'Lääbe im Quartier: Basler Innenstadt

Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Dezember 2020.

Wie gut kennst du dein Quartier? Zum Abschluss unserer Quartier-Serie spazieren wir durch die Basler Innenstadt und nehmen das aufregende und sich stets wandelnde Zentrum unserer schönen Stadt unter die Lupe.

«Kumm mr gönn in d'Stadt!» – bei dieser Aussage denkst wahrscheinlich auch du vor allem an die Innenstadt. Dass Basel jedoch bis an die äussersten Kantonsgrenzen hinaus aufregend und erlebnisreich ist, das sollte unsere Jahres-Serie «S'Lääbe im Quartier» – eine Zusammenarbeit von Pro Innerstadt Basel, der IWB und Radio Basilisk – deutlich machen. Nachdem wir dir also in den bisherigen Teilen der Serie die feinen Gastro-Adressen, sowie vielseitigen Shopping- und Kulturangebote der umliegenden Quartiere vorgestellt haben, knöpfen wir uns zum Schluss noch den eigentlichen Kern der Stadt vor: die Basler Innenstadt. Denn, auch wenn du vielleicht meinst, bereits alles darüber zu wissen, gibt's bestimmt Angebote, Ecken und Geschichten, die dir neu sind.


Der Spalenberg mit seinen verwinkelten Altstadtgassen.
Der Spalenberg mit seinen verwinkelten Altstadtgassen.


«Im Härz vo Basel»

Im Zusammenhang mit der Basler Innenstadt begegnet man immer wieder dem Ausdruck «Im Herzen Basels» oder «Im Herzen der Basler Innenstadt». Doch welcher Ort der Innenstadt soll damit genau gemeint sein? Vermutlich versteht jeder etwas anderes darunter – abhängig der jeweiligen Jahreszeit, Veranstaltungen und Interessen. Mal ist es der Barfüsserplatz oder der Münsterplatz, mal der Petersplatz oder der Messeplatz, mal der Marktplatz mit dem Rathaus und den Marktfahrern oder der Spalenberg mit seinen verwinkelten Altstadtgassen. Auch die Freie Strasse wird häufig als das Zentrum der Innenstadt angesehen – und genau diese Strasse wird sich in den nächsten Jahren stark verändern.


«Da sich Innenstädte verstärkt in Erlebniszonen verwandeln, welche unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden wollen, ist die Erneuerung der Freien Strasse von grosser Bedeutung.» (Mathias F. Böhm, Geschäftsführer Pro Innerstadt Basel)


Seit August dieses Jahres wird die Freie Strasse komplett erneuert und bis 2023 Stück für Stück zur zeitgemässen Flaniermeile umgestaltet. Das heisst: sämtliche Leitungen im Untergrund werden ersetzt, die Trottoirränder fallen weg und ein neuer hochwertiger und langlebiger Belag aus Alpnacher Quarzstandsteinplatten sorgt für optische Auffrischung. Auf diese Weise sollen sich auch wieder vermehrt gastronomische und kulturelle Angebote in der Freien Strasse ansiedeln, meint Mathias F. Böhm, Geschäftsführer von Pro Innerstadt Basel: «Da sich Innenstädte verstärkt in Erlebniszonen verwandeln, welche unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden wollen, ist die Erneuerung der Freien Strasse von grosser Bedeutung.»



Seit August dieses Jahres wird die Freie Strasse komplett erneuert und bis 2023 Stück für Stück zur zeitgemässen Flaniermeile umgestaltet.
Seit August dieses Jahres wird die Freie Strasse komplett erneuert und bis 2023 Stück für Stück zur zeitgemässen Flaniermeile umgestaltet.


Während der Weihnachtszeit pausieren nun die Erneuerungsarbeiten in der Freien Strasse, um ein entspanntes Lädele unter den Lichterbögen der traditionellen Weihnachtsbeleuchtung der Basler Innenstadt zu ermöglichen. Die rund 241 hängenden LED-Lichtstränge auf der Mittleren Brücke bilden einerseits die stimmungsvolle Verlängerung der Weihnachtsbeleuchtung der Freien Strasse und der Eisengasse und andererseits die Verbindung zum Kleinbasel. Für Ramon Tato von den Industriellen Werke Basel IWB ist die Weihnachtszeit jedes Jahr eine bewegende Zeit, erzählt er im Interview mit Basilisk: «Es ist jedes Jahr ein ganz schöner Moment, wenn wir mit einem Knopfdruck die Adventszeit einläuten können.»


Die Weihnachts-Fähri ...
Die Weihnachts-Fähri ...

... und das Weihnachts-Drämmli sorgen auch dieses Jahr für eine stimmungsvolle Adventszeit!
... und das Weihnachts-Drämmli sorgen auch dieses Jahr für eine stimmungsvolle Adventszeit!


Von einer Beiz zur anderen

An Beizen, Bars und Cafés fehlt's definitiv nicht in der Basler Innenstadt. Es lohnt sich, immer wieder neue Angebote auszuprobieren – check dafür regelmässig unsere «Sali, ich bi neu!»-Stories ab – und traditionelle Beizen und Restaurants wiederzuentdecken. Wie beispielsweise das Restaurant Safran Zunft, welches von Gastgeber Alex Kaden geführt wird und schon mehr als 100 Jahre auf dem Buckel hat. Im Interview mit Basilisk verrät er, dass es auch einen unterirdischen Zugang zur Safran Zunft gibt: «Was viele nicht wissen: Wer bei einer organisierten Birsig-Führung, mit Startpunkt beim Zolli, unterirdisch die Stadt durchquert, kommt bei uns wieder raus. Zum Ende der Führung öffnen wir den Dohlen-Deckel und begrüssen die Leute mit einem Glas Champagner im Restaurant!»



Bleibt zu hoffen, dass wir die fantastischen gastronomischen Angebote der Stadt bald wieder geniessen und solch prächtige Traditionshäuser wie die Safran Zunft oder auch das Restaurant Kunsthalle von Geschäftsführerin Claudia Danuser von innen bestaunen dürfen. «Es ist schade, wenn ein so schönes Lokal wie unseres einfach dicht ist», sagt Claudia Danuser und es tut direkt weh in unseren Basler Herzen.


«Es ist schade, wenn ein so schönes Lokal wie unseres einfach dicht ist!» (Claudia Danuser, Geschäftsführerin Restaurant Kunsthalle)


Schatztruhen und lauschige Ecken

Nicht nur in der Gastronomie blicken verschiedene Unternehmen auf eine lange Geschichte zurück. Das Tschopp Creativ-Center mit Gründungsjahr 1838 gehört zu den ältesten Traditionsgeschäften der Stadt und ist seit jeher eine Schatztruhe mit 1000 Bastelideen. Tschopp erfreut sich ungebrochener Beliebtheit, meint Geschäftsführer Stephan Grohmann: «Der Trend geht gerade auch seit dem Lockdown im Frühling noch verstärkt in Richtung Selber-Machen und Selber-Reparieren.» Do-it-Yourself eben. Wenn man sich schon all paar Wochen auf neue Corona-Massnahmen einstellen und zunehmend mehr Zeit zuhause verbringen muss, dann will man dafür gut ausgerüstet sein.


Das Tschopp Creativ-Center – seit 1838 eine Schatztruhe mit 1000 Bastelideen.
Das Tschopp Creativ-Center – seit 1838 eine Schatztruhe mit 1000 Bastelideen.

Auch rund um den Andreasplatz, einem der ruhigsten und lauschigsten Örtchen der Stadt, triffst du viele kleine Schatztruhen an, wie beispielsweise das Basler Traditionsgeschäft Spielbrett.
Auch rund um den Andreasplatz, einem der ruhigsten und lauschigsten Örtchen der Stadt, triffst du viele kleine Schatztruhen an, wie beispielsweise das Basler Traditionsgeschäft Spielbrett.


Auch rund um den Andreasplatz, einem der ruhigsten und lauschigsten Örtchen der Stadt, triffst du viele kleine Schatztruhen an, wie beispielsweise das Basler Traditionsgeschäft Spielbrett – ein Paradies für spielverrückte Binggis.


Es lohnt sich, diese Ecken der Stadt immer wieder von Neuem zu erforschen. Die szenischen Stadtführungen der Basler Schauspieler Salomé Jantz und David Bröckelmann eignen sich perfekt dazu. «Man haut nicht einfach trocken Fakten raus, sondern macht auch mal einen Spruch und versucht den Baslern die Geschichte ihrer eigenen Stadt unterhaltsam näherzubringen», erzählt David Bröckelmann. «Für uns als Schauspieler gibt es keine schönere Bühne als die Stadt Basel selbst.»


«Für uns als Schauspieler gibt es keine schönere Bühne als die Stadt Basel selbst.» (David Bröckelmann und Salomé Jantz)


Das oberste Ziel dieser szenischen Stadtführungen sei es, «den Menschen die Gelegenheit zu geben, mit mehr Zeit durch ihre Stadt zu laufen und diese mit anderen Augen zu betrachten», sagt David Bröckelmann – und liefert sogleich das perfekte Schlusswort für unsere Jahres-Serie «S'Lääbe im Quartier», die genau dasselbe Ziel verfolgt hat.


S'Lääbe im Quartier

«S'Lääbe im Quartier» bildet die Vielfalt, die Schönheit und den Erlebnischarakter der verschiedenen Basler Quartiere ab und fördert die Liebe zur eigenen Stadt. Pro Innerstadt Basel und die IWB stellen in Zusammenarbeit mit Radio Basilisk die Quartiere Basels vor.


«S'Lääbe im Quartier» zum Nachhören gibt's auf basilisk.ch.