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Fotografie
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Zuhause unterwegs

Veröffentlicht am Donnerstag, 30. April 2020.

Auch das Leben zuhause zwischen Küche und Wohnzimmer hat seine ästhetischen Seiten. Der Basler Fotograf Kostas Maros hat seinen Alltag in Zeiten von Corona & Lockdown festgehalten.

Auf einmal war die Arbeitssituation eine andere. Corona und der darauffolgende Lockdown haben auch Kostas Maros einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn als Fotograf ist er auf Aufträge angewiesen: «Auftraggeber melden sich kaum mehr. Wenn ich was höre, ist es, um Aufträge zu stornieren oder zu verschieben – auf unbestimmte Zeit. Ein kleines Pensum im Pressebereich verbleibt mir noch, aus aktuellem Anlass hauptsächlich Pressekonferenzen zum Thema Coronavirus. Ein paar Tage später sind auch diese – nach weiteren Verschärfungen der Massnahmen durch den Bundesrat – nur noch eingeschränkt möglich». Auch spezielle Zeiten für die Fotografen-Branche, wovon Kostas Maros ein kleiner Teil ist.



Anstatt mit der Kamera unterwegs zu sein und einzigartige Momente in Natur und urbanem Umfeld einzufangen, muss sich Kostas Maros mit seinen eigenen vier Wänden zufrieden geben. Die Welt steht still, die Standardausrüstung wird erstmals auf die Seite gelegt. Es schien, als ob Kostas Maros für eine Zeit lang seine Kamera nicht gebrauchen würde. «Meine Freundin musste weiterhin zur Arbeit. Ich übernahm die Betreuung unserer Tochter. Die ersten Tage fühlte ich mich wie gelähmt: Morgenessen - Spaziergang - Kochen - Siesta - Spielen - Spaziergang - Kochen. Doch mit der Zeit gewöhnte ich mich an diese neue Lebensphase. Ich entschied mich, unseren Alltag in der Isolation zu dokumentieren.»


Dass auch das Leben in den eigenen vier Wänden seine ästhetischen Seiten hat, sieht man anhand seinen Bildern. Entdecke, welche Schönheit der Alltag im gewohnten Umfeld zu bieten hat – und schau dich am besten bei dir zuhause selbst mal um. Ob mit Kamera oder ohne.




Der Fotograf Kostas Maros (*1980) absolvierte an der Universität Basel eine rechtswissenschaftliche Ausbildung und arbeitete einige Jahre im juristischen Berufsfeld, bevor er 2013 autodidaktisch zur Fotografie wechselte. Seither ist er in der Schweiz und im Ausland für Editorial-, Corporate- und Werbekunden tätig und setzt Reportage- und Kunstprojekte um. Für seine Auftragsarbeiten wird er von der Agentur 13photo und für seine künstlerischen Arbeiten von der Galerie Monika Wertheimer vertreten. Seine Arbeiten wurden unter anderem im Rahmen des Prix de la Photographie, Paris, des Vfg-Nachwuchsförderpreises, des Swiss Photo Award (Gewinner 2018) und des Swiss Press Award ausgezeichnet.

kostasmaros.com