Jubiläumsausstellung

Museum der Kulturen

Wünsch dir was!

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Wie an einem Geburtstagsfest versammeln sich in der Jubiläumsausstellung des Museum der Kulturen Basel unterschiedlichste Gäste, mit ihren ganz eigenen Geschichten. Alle sind sie Wunschobjekte der Bevölkerung.

Das Museum der Kulturen Basel (MKB) feiert sein 125-jähriges Bestehen. Und bietet eine Jubiläums-Ausstellung der besonderen Art: In einer halbrunden Arena haben sich 125 Objekte versammelt. Sie sind auf unterschiedlich langen Podesten im buchstäblichen Sinn ausgestellt. Bereit, um von allen Seiten bestaunt zu werden.

Zu Beginn des Jahres wurden die Objekte von Besucherinnen und Besuchern in den Museumsdepots ausgesucht. Im Frühling erhielten sie im öffentlichen Online-Voting die meisten Stimmen. Zu seinem 125. Geburtstag hat das Museum der Kulturen Basel der Bevölkerung damit 125 Wünsche erfüllt. 

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Verbindendes und Gegensätze
Die aus diesem partizipativen Experiment hervorgegangene Jubiläumsausstellung reflektiert in Gestaltung und Konzept eine Versammlung: Wie an einem grossen Geburtstagsfest treffen verschiedenste Menschen, Ansichten und Geschichten aufeinander. Es gibt Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken – als ethnologisches Museum zeigt das MKB stets Verbindendes, aber auch Gegensätzliches von Kulturen auf.

Eindrücklich thematisiert der in der Ausstellung gezeigte Filmclip «Farafin a ni Toubabou» die Verbindung und den ständigen Austausch zwischen Menschen, Dingen und Orten. Er ist ein «Einzelgänger». Wie eine Handvoll anderer Objekte auch. Nicht alle liessen sich in Kategorien einteilen.
Ausgangspunkt waren die Auswahlgründe der Besucherinnen und Besucher. Ergänzt hat Kuratorin Karin Kaufmann diese mit Erläuterungen zu den Exponaten. So werden mehrere Perspektiven gezeigt – das ist dem MKB in jeder Ausstellung wichtig.

Wer etwa denkt, Gemüsemesser sehen überall gleich aus oder Würfel werden nur geworfen, liegt falsch. Konzepte gelten nicht unbedingt weltweit. Das macht die Station «Was uns verbindet» deutlich. 
Die Menschen trafen in den Depots auch auf Unbekanntes und suchten Dinge aus, über die sie mehr erfahren wollen. Zum Beispiel über die Schlichtmaschine aus Deutschland. Daraus ist die Station «Rätselhaft» entstanden. Spannend hier: Dem Museum fehlen manchmal selbst Informationen zu Objekten.

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Faszinierend Fremdes
Manche Dinge wirkten auf die Besucherinnen und Besucher «faszinierend fremd», obwohl sie nicht von weit her kommen. Wie der farbig bemalte Schädel aus Österreich. Die Ästhetik ist den Menschen – als auch dem MKB – wichtig. Objekte wie Samenschlitten, Fingerringe oder Holzanker sind «einfach toll», «genial gemacht» oder «stylisch» und verdienen es deshalb, präsentiert zu werden.

Und natürlich fehlt das ganz Persönliche in «Wünsch dir was» nicht. Gewisse Objekte weckten Erinnerungen an die Kindheit oder an Reisen und lösten Emotionen aus. So finden sich ein Spielzeugauto aus Bolivien, eine Nackenstütze aus Papua-Neuguinea oder eine Zither aus Indonesien in der Station «Ich war da».
Die Besucherinnen und Besucher und gewisse Stationen werfen aber auch Fragen auf, die sich auf die Rolle und Aufgaben eines Museums beziehen lassen: Bei «Bedroht?» stehen sich ein Schweizer Tintengeschirr und ein ungarisches Gebetsbuch gegenüber. Wenn sie bewahrt werden, existiert auch die Schrift weiter? Oder anders formuliert: Welche Rolle hat das Museum als Ort des Bewahrens materieller Kultur?

Was: Wünsch dir was – 125 Objekte zum 125. Geburtstag
Wann: 14. September 2018 bis 6. Januar 2019
Wo: Museum der Kulturen Basel

mkb.ch

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Dieser Beitrag ist in Kooperation mit «Museum der Kulturen» entstanden.