tandem templum – Fabio Luks und Daniel Göttin begegnen sich. Direkt, expressionistisch, so präsentieren sich die Werke von Fabio Luks, zugleich sind die Arbeiten mehr oder weniger lesbar und auf ein direktes Ansprechen des Betrachters angelegt. Die systematisch minimale Herangehensweise im Gestalten von Raum ist die künstlerische Sprache von Daniel Göttin. Konstruktiv-konzeptionelle Ansätze beschäftigen ihn seit über 25 Jahren. Gemeinsam ist den beiden Künstlern, die eine Generation trennt, die Freude am Experiment und dem Spiel sowie die Vorliebe für raumbezogene Arbeiten. 2018 haben die beiden für die Arbeit «Mairaster» im Maison44 ein erstes Mal zusammengearbeitet. Eine weitere Parallele zeigt sich in der Produktion von kleinen Heften, welche aus Sätzen und konkreter Poesie bestehen. Im 9x9 Tandem Corner Abend begegnen sie sich so wie so wieder. Zuvor haben sich Fabio Luks und Daniel Göttin entschieden, während den Monaten Mai und April, unabhängig voneinander, täglich 5 Zeilen zu schreiben. Was in diesen fünf Zeilen steht, ist komplett offen. Die entstandenen Texte werden dann zusammengeführt, wobei sich jeweils die beiden Texte desselben Tages gegenüberstehen. Das Publikum ist eingeladen, Ungewöhnliches, Analogien, Unverkennbares, Diametrales und Verwandtschaften zum visuellen Werk und in der Gegenüberstellung der Zeilen zu entdecken und den beiden Künstlern Fragen zu stellen; spontan, direkt, rasch und mit Neugierde. Wir dürfen gespannt sein, denn das Heft und weitere Eigenproduktionen werden an diesem Abend dem Publikum präsentiert.