Ein literarisch-musikalischer Abend mit Roswita Schilling (Lesung) und Andreas Wernli (Konzept und Moderation)

“Neun furchtbare Beweger der donnernden Zeit drücken sie alle die verborgenen wilden Triebfedern des Jahrhunderts”; damit versuchten seine Zeitgenossen, die neun Sinfonien Ludwig van Beethovens (1770-1827) in Worte zu fassen.

Die politischen und industriellen Revolutionen läuteten mit dem 19. Jahrhundert ein neues Zeitalter ein, das von den Traditionalisten mit Furcht und Schrecken, von den Zukunftsgläubigen mit Freude und Hoffnung begrüsst wurde. “Es beginnt ein neuer Abschnitt in der Weltgeschichte, und unsere Generation darf sich rühmen, dass sie dabei gewesen”, notiert Heinrich Heine 1843 zur Eröffnung der Eisenbahnlinien von Paris nach Orléans und Rouen. Zeichen dieser neuen Zeit war die Eisenbahn. Und was die Dampflokomotive für die Technik bedeutete, das bedeutete Beethoven für die Musik: ein Symbol für den Aufbruch, für neue, gigantische Kräfte, für elementare Urgewalt. Wie ähnlich dieser Aufbruch von den Damaligen in der Technik wie in der Musik erlebt wurde, davon handelt diese Produktion mit Texten und Musik aus jener Zeit: von der Beschleunigung des Lebensgefühls, von der Faszination der Technik und von der Gewalt der Töne.

Anmeldung an m.schmid@magnet.ch.
Eine Veranstaltung des Vereins Basel.Durchzug