Bereits seit ihrer Kindheit hat Lotta einen Traum: Wandern mit einem Esel. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters beschliesst sie: «Jetzt oder nie!», findet Esel Jonny, kündigt ihren Job und die beiden wandern einfach los - ohne Wandererfahrung, Eselerfahrung oder konkreter Routenplanung. Das Gepäck wird dabei fair aufgeteilt: Jeder trägt 20 Prozent des eigenen Köpergewichts.

Doch sind Esel nicht sehr störrische Tiere? Eine Autoschranke kann mit Jonny zum stundenlangen Umweg werden. Bis er sich über eine Brücke traut, vergehen mindestens 20 Minuten. Und wo ist die nächste Weide oder ein Bauer mit frischem Heu? Es sind viele Strapazen, die ihnen unterwegs begegnen, doch die Hilfsbereitschaft der Einheimischen und die Begeisterung für Jonny tröstet über alles hinweg. Die beiden werden ins Tipidorf einer Wildnisschule eingeladen, bei einer Familie darf Jonny vom Frühstückstisch naschen und für Kinder am Wegesrand ist der Esel sowieso das Highlight Nummer eins.

«Wir wussten nie, wie weit wir heute kommen würden, wie der Weg verläuft, welchen Herausforderungen wir begegnen oder wo wir schlafen würden. Aber es hat immer geklappt!» Ohne jemals zuvor gewandert oder in den Bergen gewesen zu sein, überquert Lotta mit Jonny die Alpen. Trotz ihrer Angstzustände in der Dunkelheit, meistert sie mit ihrem treuen Langohr den Weg in 80 Tagen von München bis an die Adriaküste. Ein Vortrag voller Lebensfreude und Ehrlichkeit, Rührung und quietschender Eselliebe, mit dem Lotta Lubkoll bei den Discovery Days den 1. Preis gewann.