Glücklich die Glücklichen
Glücklich sein, das möchten wir doch alle. Doch wie verschafft man der Zufriedenheit Dauer? Geld, Ruhm, Liebe, Job, alles scheint sich immer wieder gegen einen zu verschwören. Das Glück entwischt zwischen Alltagstrott und unerfüllten Träumen.
Die Figuren aus Yasmina Rezas Bestseller von 2013 haben sich längst mit der trostlosen Realität abgefunden: Sie betrügen ihre Partner, belügen ihre Freunde, und setzen alles daran, den Schein eines erfolgreichen und erfüllten Lebens zu wahren. Doch so privilegiert und reflektiert die Figuren auch sind, so blind sind sie für die Absurdität und die Sprunghaftigkeit des eigenen Lebens. Glück und Unglück, Freud und Leid, Normalität und Wahnsinn kommen in ihrer fortwährenden Suche nach dem Glück immer wieder ganz nah zusammen. Sei es beim Verlust des grossen Spiels oder an Vaters längst absehbarer Beerdigung.

Mit Glücklich die Glücklichen lädt das Unitheater Basel ein zu einem vielschichtigen und humorvollen Theaterabend rund um Beziehungen, Scham, Stolz und die leistungsgetriebene Gesellschaft, in der wir leben. Die Bühnenadaption aus der Feder von Maude von Giese und Christof Hofer offenbart die Absurditäten des geregelten Lebens, die gerade in Zeiten von Krisenstimmung und Verlustängsten einen kritischen Blick verdient haben.

Unitheater Basel
Die Gruppe der Primaten wurde 2016 ins Leben gerufen. Nach einer Phase der Selbstfindung, haben sie im Frühjahrsemester 2018 unter der Leitung von Moritz Lienhard Schaulust und 2019 Krieg auf die Bühne gebracht. Die Zusammenarbeit entsprach ganz dem Grundgedanken der Gruppe, eine experimentelle Plattform für jene Theaterinteressierte zu bieten, die ihre eigenen Visionen umsetzen wollen. In neuer Konstellation erarbeiten die Primaten nun die nächste Produktion des Unitheaters, welche Anfangs Frühjahrssemesters 2020 mit Maude von Giese und Christof Hofer in ihrer neuen Rolle als Co-Regie präsentiert wird.