«Urs Faes ist bekannt für seine stillen, atmosphärisch dichten Romane. Seine Themen sind die Liebe und ihr Gelingen oder Scheitern.» (Hans Ulrich Probst) Auch in seinem neuen Roman erzählt Faes von zwei Menschen, die in späten Jahren nochmals eine tiefe Zuwendung erfahren, doch bald mit den Herausforderungen des Alters konfrontiert sind: Jakov neigt zunehmend zu Zerstreutheit, seine Orientierung schwindet, seine Sprache versiegt. Herta bemüht sich um Zuversicht, aber je mehr Jakov den Bezug zur Welt verliert, desto mehr braucht auch sie Unterstützung. Mit grosser Zartheit schreibt Urs Faes über die wachsende Entfernung, aber auch über die Kraft der Einfühlung und die Verständigung jenseits der Worte.
Urs Faes (*1947 in Aarau) lebt und arbeitet in Zürich. Für sein Werk wurde er mit zahlreichen Preisen, u.a. dem Schweizer Schillerpreis (2001 und 2008) ausgezeichnet. Sein Roman «Paarbildung» (2010) stand auf der Shortlist für den Schweizer Buchpreis. Zuletzt erschienen «Halt auf Verlangen» (2017) und «Raunächte» (2018).

Foto: Urs Faes © Silke Keil Suhrkamp Verlag