Begehbare
Kunst
KBH.G
Klaus Littmann

Die Natur als gewaltiges Gesamtkunstwerk

Veröffentlicht am Mittwoch, 05. Mai 2021 in Kooperation mit Kulturstiftung Basel H. Geiger.

Selten löst ein einziger Baum so viel Aufmerksamkeit aus, wie jener, den es zurzeit mitten auf dem Münsterplatz zu bestaunen gibt. Mit der «Arena für einen Baum» präsentiert die Kulturstiftung Basel H. Geiger I KBH.G eine begehbare Kunstintervention von Klaus Littmann. Noch bis 6. Juni.

Wenn Kunstwerke Spitznamen aus der Bevölkerung erhalten, ist es eigentlich immer ein gutes Zeichen. Es bedeutet, dass die Kunstwerke wahrgenommen werden und sich die Menschen damit auseinandersetzen. Dass die von der Kulturstiftung Basel H. Geiger | KBH.G präsentierte «Arena für einen Baum» bereits vor der offiziellen Eröffnung unter dem Übernamen «Salatschüssel» in der Bevölkerung die Runde machte, kann also nur positiv gewertet werden.


Arena für einen Baum - begehbare Kunstintervention von Klaus Littmann, Münsterplatz Basel, 2021, präsentiert von KBH.G
Arena für einen Baum - begehbare Kunstintervention von Klaus Littmann, Münsterplatz Basel, 2021, präsentiert von KBH.G (© Gerhard Maurer)


Wie kann etwas so Simples so faszinierend sein?

Der Basler Künstler Klaus Littmann, der die begehbare Kunstintervention «Arena für einen Baum» zusammen mit KBH.G-Direktor Raphael Suter initiierte, bringt es auf den Punkt: «Die Natur selbst ist ein gewaltiges Gesamtkunstwerk – also kann man ihr auch einmal ein kleines widmen». Klaus Littmann, der bereits 2019 im Klagenfurter Wörtherseestadion die Natur ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückte – damals waren es 299 Bäume, die das Fussballstadion füllten – schafft es, diese Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf dem Basler Münsterplatz auch mit lediglich einem einzigen Baum zu erreichen.


«Die Natur selbst ist ein gewaltiges Gesamtkunstwerk – also kann man ihr auch einmal ein kleines widmen». (Klaus Littmann, Künstler und Kurator)


Als begehbares Kunstwerk, welches die Natur mit der Kunst verbindet, wird dieser eine Baum von den sich darum versammelnden Besucherinnen und Besuchern auch ohne Zusatz weiterer Erläuterungen schlagartig zum Symbol von so vielem gemacht: Zum Stellvertreter für den Wald, zum Botschafter für die Natur sowie für deren Erhalt. «Die Arena für einen Baum» hat etwas Magisches, das einem als Besucher anzieht und ganz automatisch dazu bewegt, sich damit auseinanderzusetzen. Egal ob morgens auf dem Weg zur Arbeit beim Überqueren des Münsterplatzes, mittags bei einem in sich gekehrten Päuschen in der Arena sitzend, oder abends – unter stimmungsvollem Scheinwerferlicht – bei einem romantischen Stadtspaziergang.


Arena für einen Baum - begehbare Kunstintervention von Klaus Littmann, Münsterplatz Basel, 2021, präsentiert von KBH.G
Arena für einen Baum - begehbare Kunstintervention von Klaus Littmann, Münsterplatz Basel, 2021, präsentiert von KBH.G (© Gerhard Maurer)


Eine städtische Attraktion zum perfekten Zeitpunkt

Die nach innen und aussen, optisch wie physisch durchlässige «Arena für einen Baum» bietet 50 Personen einen Sitzplatz mit Blick auf den Hauptakteur im Zentrum. Die Arena selbst hat einen Durchmesser von zwölf Metern und das Geflecht, das den Baum umgibt ist acht Meter hoch. Die Struktur der Holzlamellen ist in ihrer Unregelmässigkeit jener eines Baumes nachempfunden und bildet somit die Jahresringe und des Leben ab. Ein Leben, welches nach dem Aufenthalt auf dem Münsterhügel in einem Basler Stadtpark weitergehen wird. «Die Arena wird den Münsterhügel wieder verlassen, der Baum soll auf Dauer in Basel Wurzeln schlagen und wird der Stadt als Geschenk übergeben», erklärt Klaus Littmann.


«Kunst im öffentlichen Raum ist die demokratischste Form der Kunst. Jeder und jedem zugänglich, ganz ohne didaktischen Hintergrund.» (Raphael Suter, Direktor Kulturstiftung Basel H. Geiger I KBH.G)


Als frei zugängliche Kunstinstallation nimmt die «Arena für einen Baum» in der aktuellen Zeit noch einen zusätzlichen Stellenwert ein. Nach monatelangem Verzicht auf Kunst und Kultur kommt diese städtische Attraktion zum perfekten Zeitpunkt. So macht es auch einfach wahnsinnig viel Freude, endlich mal wieder ein solch beeindruckendes Kunstwerk im öffentlichen Raum bestaunen zu dürfen. «Kunst im öffentlichen Raum ist die demokratischste Form der Kunst. Jeder und jedem zugänglich, ganz ohne didaktischen Hintergrund», sagt Raphael Suter, Direktor der Kulturstiftung Basel H. Geiger und führt den Hintergrundgedanken der Stiftung aus: «So hatte es sich Sibylle Geiger für Ihre Stiftung und den dazugehörigen offenen Kunst- und Kulturraum gewünscht.» Denn dort, im Ausstellungsraum der KBH.G an der Spitalstrasse 18 geht die künstlerische Auseinandersetzung mit der Natur weiter – ab dem 11. Mai mit der Ausstellung «Tree Connections». Wie jede Ausstellung der KBH.G ist auch diese für alle kostenlos, dazu erhalten alle Besuchenden noch einen sehr hochwertig gestalteten Ausstellungskatalog.


Die Natur als gewaltiges Gesamtkunstwerk – sie steht aktuell im Zentrum der Kulturstiftung Basel H. Geiger. Ob als begehbare Kunstintervention «Arena für einen Baum» auf dem Münsterplatz oder später in der dazugehörigen Ausstellung «Tree Connections».


«Arena für einen Baum»

Begehbare Kunstintervention von Klaus Littmann auf dem Münsterplatz

27. April bis 6. Juni, täglich von 11 bis 20 Uhr

Eintritt frei

kbhg.ch


«Tree Connections»

Ausstellung in der Kulturstiftung Basel H. Geiger I KBH.G

Spitalstrasse 18, 4056 Basel

11. Mai bis 11. Juli, täglich von 11 bis 18 Uhr, ausser Dienstag

Eintritt frei

kbhg.ch




Dieser Partner-Content ist in Kooperation mit unserem Partner «Kulturstiftung Basel H. Geiger» entstanden.

Kulturstiftung Basel H. Geiger
Die 2018 gegründete Kulturstiftung Basel H. Geiger | KBH.G stellt der Stadt Basel ein neues, einzigartiges Forum für Kunst- und Kulturschaffen zur Verfügung.