Neugierig
Neueröffnung
Damatti
Kirchgasse

«Italianità» neu interpretiert!

Veröffentlicht am Donnerstag, 26. September 2019 von Devina Solanki.

Herzerwärmende Gastfreundschaft gepaart mit ausgezeichneter italienischer Küche – das neue «Damatti» verwöhnt nach allen Regeln der Kunst!

Mitte September 2019 wurde dem einzigartigen Eck-Lokal Damatti an der Kirchgasse unweit des Wettsteinplatzes neues Leben eingehaucht. Mit dem schönen Rundbrunnen davor könnte man sich tatsächlich auf einer italienischen Piazza wähnen. Der Name blieb, der Pächter wechselte. Neu verantwortlich für die gepflegte Kultur der «Italianità» ist Ilario Galoppo. Zusammen mit seiner Partnerin Alessia und seiner Mutter Nicoletta sorgen sie für das leibliche Wohl der Gäste. Das eingespielte Team kennen viele vom stadtbekannten Restaurant «zur Mägd», welches niemand Geringeres als Adriano Giordano, Ilarios Onkel, seit bald 20 Jahren äusserst erfolgreich führt. Die perfekten Gastgeberqualitäten liegen also im Blut!



Ilarios Werdegang ist bemerkenswert. Er ist ein Alpha-Tier ohne jeglichen negativen Beiklang. In Carlantino, Apulien, aufgewachsen, mobilisierte er, damals knappe 20 Jahre alt, praktisch seinen gesamten Freundeskreis, mit ihm nach Basel zu ziehen. Er rief, sie folgten! Und fanden alle eine Stelle in der Küche und im Service der damals neu eröffneten Osteria Acqua von Simon Lutz. Einige behalten bis heute, nach über 15 Jahren, ihren fixen Platz dort. Ilario aber wollte mehr.


Innert kürzester Zeit bemächtigte er sich der deutschen Sprache und schrieb sich in Bellinzona an der Scuola Specializzata Superiore Alberghiera e del Turismo (SSSAT) für die dreijährige Ausbildung der Schweizerisch-Italienischen Touristik- und Hotelmanagement Schule ein. Zum Praktikum gehörte auch ein achtmonatiger Einsatz in einem Small-Luxury-Hotel-of-the-world (SLH) auf der Trauminsel Koh Phi Phi in Thailand. Nach erfolgreich bestandener Ausbildung kam er viel herum und arbeitete unter anderem als Chef-de-Rang in Spitzenlokalen wie dem IYO mit einem Michelin-Stern und dem Nobu/Armani in Mailand, sowie dem Shangri-La in Sydney, Australien.


«Eimol Basler, immer Basler!»


Für jemanden wie ihn, der weltweit so viele bezaubernde Orte gesehen hat, stand nicht immer fest, dass er in seinem Wahlheimatort Basel etwas eröffnen würde, erzählt mir Ilario. Die Tatsache, dass er schon länger hier lebt als in Italien und seine Familie und Freunde ebenso hier sind, bewogen ihn ganz klar zu diesem Schritt. «Eimol Basler, immer Basler!», sagt er mit verschmitztem Blick. Glück für uns und eine grossartige kulinarische Horizonterweiterung für Basel!



Bescheiden lässt mich Ilario wissen, dass die Karte klein und kompakt sei. Klein, aber oho! Denn natürlich bieten sie sämtliche Kaffee-Spezialitäten inklusive den typischen Cornetti an – mit oder ohne Füllung – wie es sich für ein typisches Café gehört. Von Dienstag bis Samstag servieren sie mittags ein täglich frisch zubereitetes und hausgemachtes Pasta-Gericht mit Salat, und abends zaubert Nicoletta gleich drei verschiedene göttliche Primi Piatti in der Küche! Pasta, Fleisch, Fisch, vegetarisch – jeden Tag anders, jeden Tag frisch!


«Im neu eröffneten Damatti bringen wir dir die Tradition des «Aperitivo rinforzato» näher!»


Als Novum in Basel und getreu seiner initiativen Natur führt Ilario im Damatti die Tradition des «Aperitivo rinforzato» ein. Dies bedeutet, dass man neben den kleinen Amuse-Bouches, welche sowieso schon jedem Gast serviert werden, von 17 bis 20 Uhr zwischen allerlei Antipasti-Spezialitäten aus Apulien und den Abruzzen auswählen kann. So kommt man in den Genuss der «Bombette Pugliesi» (Röllchen aus Schweinenacken mit Caciocavallo-Käse gefüllt) oder der abruzzischen «Pallotte cacio e uova» (Käse-Ei-Bällchen mit Sugo serviert), um nur zwei der Spezialitäten zu nennen.



Beim Blick in die Getränkekarte bleibt man an den Schaumweinen inklusive Franciacorta hängen, sowie am sorgfältig ausgewählten Weinangebot, hauptsächlich nord- bis süditalienischer Herkunft, mit speziellem Augenmerk auf einheimische Rebsorten.


Wichtig ist Ilario auch, dass sie im Damatti sonntags geöffnet haben. Sonntags gibt's zwar keine Primi Piatti, dafür kann von 10 bis 20 Uhr dem ausgedehnten «Dolce far niente»-Kaffeegenuss und ab 17 Uhr dem breiten «Aperitivo rinforzato» gefrönt werden.


La vita è bella im neueröffneten Damatti!