Geschmack
Kunst
Museum Tinguely

Von zuckersüss bis bitterernst

Veröffentlicht am Montag, 17. Februar 2020.

Was guckst du? In der aktuellen Ausstellung im Museum Tinguely sollst du riechen und schmecken. «Amuse-bouche. Der Geschmack der Kunst» nimmt dich mit auf eine Reise der Sinne. Nicht nur lecker. Aber spannend.

Bist du mehr so Schoggi oder eher Spargel? Zitrone oder Olive? Blumenwiese oder Kompost? Über Geschmack lässt sich streiten, philosophieren und Kunst machen. Das Museum Tinguely hat zum Thema Geschmackssinn eine aktuelle Ausstellung eröffnet. 45 internationale Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre Arbeiten. Werke zum Gucken, Schnuppern, Probieren. Mit dabei ist zum Beispiel eine Installationen aus Zucker oder ein Viergänger, der so gar nicht zum Geniessen einlädt. Es gibt Sauerkrautsaft (gut für die Darmflora!) und essbare Pflanzen zur Degustation.


Sam Taylor-Johnson, Still Life, 1991 (Filmstill)
Sam Taylor-Johnson, Still Life, 1991 (Filmstill) (© Sam Taylor-Johnson. All Rights Reserved, 2020, ProLitteris, Zürich)

 

Aber Vorsicht: Hier will man dich auch ganz absichtlich verunsichern und mit deinen Sinnen spielen. Du wirst verwirrt, verführt, verblüfft. Dir wird die Spucke im Mund zusammenlaufen und wenig später die Zunge am Gaumen kleben bleiben. Geschmackvoll gegen geschmacklos – diese Ausstellung wird dich garantiert nicht unberührt lassen. Atme ein, lass dich ein auf ein Geschmacksexperiment und freu dich mal wieder über eine Ausstellung, in der du garantiert kein einziges Mal gähnen, aber vielleicht hin und wieder niessen musst.


Elizabeth Willing, Installationsaufnahme der interaktiven Arbeit Goosebump, 2011 - fortlaufend Pfeffernüsse und Zuckerguss, variable Masse
Elizabeth Willing, Installationsaufnahme der interaktiven Arbeit Goosebump, 2011 - fortlaufend Pfeffernüsse und Zuckerguss, variable Masse (© Elizabeth Willing and Tolarno Galleries Melbourne)


Die Ausstellung «Amuse-bouche. Der Geschmack der Kunst» ist noch bis am 17. Mai im Museum Tinguely zu sehen. Der Eintritt kostet 18 Franken. Es gibt interaktive Führungen mit Geschmackserlebnissen und spannende Zusatzveranstaltungen wie Performances, Talks oder Workshops.