Freitag, 3. April 2026 von 18:00 - 19:30 Uhr @ Basler Münster
Stabat Mater: Passionskonzerte der Basler Münsterkantorei
Mit seinem Stabat Mater schuf Antonín Dvořák eines der eindringlichsten Werke der geistlichen Musik des 19. Jahrhunderts.
Mit seinem Stabat Mater schuf Antonín Dvořák eines der eindringlichsten Werke der geistlichen Musik des 19. Jahrhunderts. Ausgangspunkt war ein persönlicher Einschnitt: Zwischen 1875 und 1877 verlor Dvořák drei seiner Kinder. Nach dem Tod seiner zweijährigen Tochter Otýlie vollendete er seine Komposition.
Vertont wird das mittelalterliche Gedicht über Maria unter dem Kreuz. Doch Dvořák macht daraus kein liturgisches Ritual, sondern eine zutiefst menschliche Klage. Schmerz, Erstarrung, Aufbegehren und Trost folgen einander in klar gezeichneten musikalischen Bögen. Besonders eindrucksvoll ist, wie sich die dunkle Grundstimmung immer wieder öffnet und Raum für Hoffnung lässt.
Das Werk lebt vom Kontrast. Schlichte, fast intime Chorpassagen stehen neben machtvollen Tuttis, innige Soli und Quartette gegen gross angelegte orchestrale Klangflächen. Berühmt ist der langsame Aufbau des Finales, das nicht triumphierend, sondern ruhig und versöhnt endet. Ein musikalisches Kunstwerk ohne falsches Pathos: persönlich, ernsthaft und bis heute unmittelbar berührend.
Antonín Dvořák: Stabat Mater, Op. 58
Jardena Flückiger, Sopran
Freya Apffelstaedt, Alt
Maximilian Lawrie, Tenor
Jonas Jud, Bass
Basler Münsterkantorei
Sinfonisches Orchester Schweiz
Annedore Neufeld, Leitung
Eintritt frei, Kollekte
Türöffnung 30 Min. vor Konzertbeginn
Konzertdauer ca. 90 Min.