Dienstag, 4. August 2026 von 19:00 - 21:00 Uhr @ Martinskirche
Liebe. Eifersucht. Händel.
Das Kammerorchester Basel spielt das Concerto Grosso op. 3 Nr. 2 in B-Dur, Auszüge aus der Serenata «Aci, Galatea e Polifemo», weitere Händel-Arien aus «Ariodante» und «Serse» mit den Sänger:innen Kateryna Kasper, Sophie Harmsen und Luigi de Donato unter der Leitung des Konzertmeisters Baptiste Lopez.
«Aci, Galatea e Polifemo», entstanden in Neapel für eine Hochzeit, greift auf eine sizilianische Sage zurück, die auf Ovids Metamorphosen basiert. Die Motive in Händels erster dreistimmiger Serenata greift er in seinen späteren Opern immer wieder auf. Händels Musik, gerade in den Opern, ist ein Spiegel der menschlichen Seele: es gelingt ihm, den Sänger:innen eine Vielfalt an Ausdrücken zu entlocken. Zum einen erreicht er das durch die geschickte vielfältige Instrumentierung und zum anderen, weil jeder Emotion eine bestimmte Tonart zugeordnet ist. Händel hat vor allem in «Aci, Galatea e Polifemo» experimentiert und wirklich Neues gewagt und dieses Prinzip in seinen Londoner Jahren weiter umgesetzt, zum Beispiel in «Ariodante» und «Serse», aus denen Arien zu hören sein werden.
Mit dem Concerto grosso op. 3 Nr. 2 in B-Dur entfaltet sich reine Klangpracht, ohne Worte und dennoch voller Erzählkraft. Händel schrieb zwei Serien von Concerti grossi, bei dem traditionellerweise eine kleine Solistengruppe mit dem ganzen Orchester dialogisiert. Händel verbindet in seinem Werk italienische Virtuosität und englische Tradition, wenn er die Balance zwischen polyphoner Strenge und expressiver Melodieführung verbindet. Für Händels Zeit neue harmonische Wendungen und eine dramatische Struktur zeichnen Händels Concerti grossi aus. Das Kammerorchester Basel spielt dieses Konzert auf historischen Instrumenten (bzw. Nachbauten): Oboe Barocco, Fagott und Blockflöte. Die Streicher spielen auf Darmsaiten und mit historischen Bögen. Gestimmt wird auf 415Hz.