Mit 55 Jahren veröffentlichte die US-amerikanische Künstlerin Emil Ferris ihren ersten Comic «Am liebsten mag ich Monster» – und hat damit ein Meisterwerk geschaffen. Das Cartoonmuseum Basel widmet der Ausnahmekünstlerin eine schaurig-schöne Ausstellung.

Wer sagt denn, dass man mit 55 Jahren keine neue Karriere starten kann! Emil Ferris hat es auf jeden Fall geschafft – die US-amerikanische Künstlerin hat mit ihrem Debütcomic «Am liebsten mag ich Monster» ein Meisterwerk geschaffen und zählt seither als eine der bedeutendsten zeitgenössischen Comiczeichnerinnen. Grund genug für das Cartoonmuseum Basel als Zentrum für narrative Kunst, der Ausnahmekünstlerin mit «Between Selves» eine umfassende Ausstellung zu widmen.

Emil Ferris
 Cartoonmuseum Basel, «Emil Ferris. Between Selves», 2026. Photo: Derek Li Wan Po)

Emil Ferris ist eine Erscheinung

Die 1962 in Chicago geborene und aufgewachsene Emil Ferris stammt aus einer Künstlerfamilie. Ihre Mutter ist eine bekannte Malerin, ihr Vater ein renommierter Spielzeugdesigner und Zeichner, der unter anderem für Disney das erste Mickey-Mouse-Telefon entworfen hat. Nach ihrem Studium am Art Institute of Chicago und einer weiterführenden Ausbildung in Dramaturgischem Schreiben und Performance am Center Theater in Chicago, arbeitete Emil Ferris zunächst als Illustratorin und Designerin. Ihre Faszination für Monster und Horrorgeschichten begleitete sie dabei ihr ganzes Leben. Dass sie quasi selbst Opfer einer solchen Horrorgeschichte wurde, könnte man fast schon als Ironie des Schicksals interpretieren.

2001 infizierte sich Ferris nämlich mit dem von Stechmücken übertragenen West-Nil-Fieber, das sie jahrelang lähmte und an den Rollstuhl zwang. Nachdem sich ihr Gesundheitszustand allmählich verbesserte, bekam sie neuen Lebensmut und verfasste 2017 ihr Debutcomic «Am liebsten mag ich Monster». Dass sie damit einen derartigen Wurf landen und dafür mit zahlreichen Preisen – unter anderem dem renommierten Eisner Award – ausgezeichnet werden sollte, hätte sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht vorstellen können.

Eine Traumwelt zwischen märchenhaft und gruselig

Im Zentrum des fiktiven Tagebuches «Am liebsten mag ich Monster», worauf 2024 noch ein zweiter Band folgte, steht die 10-jährige Protagonistin Karen Reyes, welche im düsteren und gesellschaftlich unruhigen Chicago der 60er-Jahre zuhause ist und glaubt, ein Werwolf zu sein. Wie auch schon ihre Schöpferin selbst, entwickelt die Hauptfigur des Comics eine tiefe Faszination für Monster. Diese dienen ihr als Zufluchtsort, in dem sie ihrer Kreativität und Fantasie freien Lauf lassen und von dem aus sie ihre feindlich erscheinende Umwelt beobachten kann.

Ferris' unheimlich kunstvollen Kugelschreiberzeichnungen bestechen durch enorme Ausdruckskraft und einen unverkennbaren Mix aus märchenhaften und gruseligen Zügen.

Das Cartoonmuseum Basel lässt dich in seiner sehr vielseitigen, farbenprächtigen und verträumten Ausstellung in Ferris' Graphic Novels und Gedankenwelt eintauchen. Als Besucherin und Besucher fühlt es sich an, als würde man zwischen den einzelnen Seiten hin und her hüpfen und kommt dabei den verschiedenen Charakteren ganz nahe. Dafür sorgen auch die verschiedenen Objekte, welche Ferris' Welt der Monster noch authentischer und intimer darstellen.

Emil Ferris
 Cartoonmuseum Basel, «Emil Ferris. Between Selves», 2026. Photo: Derek Li Wan Po)

Die ausgestellten Originalseiten Ferris' gefeierter Graphic Novels, bislang unveröffentlichte Zeichnungen sowie Skizzen aus ihrem künstlerischen Prozess bringen dir die Ausnahmekünstlerin Ferris näher, welche mit ihren vielschichtigen Erzählungen, scharfer Gesellschaftskritik und spannenden Einblicken in die menschliche Psyche auch dich berühren und fesseln wird.

Emil Ferris – Between Selves

Cartoonmuseum Basel – Zentrum für narrative Kunst
Vom 4. Juli bis 15. November 2026
cartoonmuseum.ch

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Dieser Partner-Content ist in Kooperation mit unserem Partner «Cartoonmuseum Basel – Zentrum für narrative Kunst» entstanden.
Cartoonmuseum Basel – Zentrum für narrative Kunst
Ob als Comic, Graphic Novel, Reportage, Cartoon, Karikatur oder Trickfilm – Zeichnungen erzählen Geschichten.