Wie übersetzt man die Folgen der industriellen Massentierhaltung auf Mensch und Natur in ein Theaterstück? Die interaktive Produktion von Reactor macht’s vor: «Salm Ethos» erzählt die Geschichte der Meeresbiologin Gabriela, deren Forschung einen globalen Skandal auslöst. Sie legt sich mit mächtigen Akteuren der Aquakultur-Industrie an und – schwups – ist ihre wissenschaftliche Karriere bedroht.
Am Beispiel der globalen Handelsware Lachs thematisiert «Salm Ethos» die komplexe Verflechtung von Mensch und Umwelt. Das Stück beleuchtet ökologische sowie ökonomische Faktoren und stellt ethische Fragen rund um Zucht, Forschung und Konsum. Das ist freilich eine unbequeme Sache, bei der sich jede und jeder einzelne selbst an der Nase packen darf. Zudem kann sich das Publikum im interaktiven Diskurs mit Themen zur Ökologie, Globalisierung und Ethik auseinandersetzen.
«Salm Ethos» wurde ursprünglich für die Ausstellung «Experimental Ecology» in der Kulturstiftung Basel H. Geiger konzipiert und dort ein erstes Mal durchgeführt. Nach einem weiteren Gastspiel im filter4 auf dem Bruderholz wird die Produktion nun auf das Gundeldinger Feld adaptiert. Sie entstand in Kooperation mit Reactor Basel und dem Bio Design Lab der HfG Karlsruhe, basierend auf einer wahren Begebenheit und einer Idee von Michelle-Marie Letelier und Karin Pittman.
Salm Ethos
Am Donnerstag, 13. August | Freitag, 14. August | Samstag, 15. August | Sonntag, 16. August jeweils um 19.30 Uhr im Theater BAU3 an der Dornacherstrasse 192.
Die Vorstellung findet teilweise unter freiem Himmel statt.