Die Lesereihe «Die Wanne» bringt Lyrik ins Literaturhaus. Am 28. Mai lesen Ariane von Graffenried, Lara Rüter, Ralphy Tharayil und Lina Ehrentraut aus lyrischen Werken, die von klassischen Gedichten bis Comics reichen, und sich um das eigene Ich drehen.

Lyrikveranstaltungen sind in Basel eher Mangelware. Nebst dem Lyrikfestival zum Start des Jahres gibt es vereinzelte Lesungen, so wirklich im Zentrum will die poetische Form aber selten stehen. Daran will Eric Ehrhardt etwas ändern. Er ist selbst Autor, schreibt Lyrik und veranstaltet diese jetzt auch mit seiner wandernden Lesereihe «Die Wanne». Diese ist in verschiedenen Literaturhäusern zu Gast – dieses Mal eben auch in Basel. Dort holt er für einen Abend gleich vier Leute auf die Bühne, die sich der Lyrik auf unterschiedliche Weise nähern: Ariane von Graffenried, Lara Rüter, Ralph Tharayil und Lina Ehrentraut.

«Die Wanne» ist also so etwas wie ein ziemlich grosses Sammelbecken für verschiedene Schreibende und sie sammelt auch immer ein Thema ein, dieses Mal lautet es «Ich, ich, ich». Soll heissen: Es geht um Identität und Persönlichkeit und darum, was die eigene Perspektive mit dem Gedicht macht. Damit da aber nicht einfach nur vier Personen auf einer Bühne sitzen und eine Stunde lang ganz monoton Texte, die sich um das Ich drehen, wie so ein egozentriertes Langgedicht vorlesen, hat sich Eric einiges überlegt. Da gibt es ein Bühnenbild, das sich im Laufe des Abends verändert, da sind Comics involviert, die tatsächlich auch als Lyrik funktionieren, eventuell wird es sogar mal musikalisch. Und last but not least: Es wird lyrisch auf der Bühne, denn die Wanne ist bis obenhin mit poetischen Worten gefüllt, die im Literaturhaus auch mal über den Rand herausschwappen.  

Die Wanne

Literaturhaus Basel
Barfüssergasse 3

Donnerstag, 28. Mai, 19 Uhr

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