Am 22. April feiert «Die weisse Madonna von Einsiedeln» im Theater Basel Premiere. Das neue Stück von Fatima Moumouni und Laurin Buser nimmt das Publikum mit in ein Städtchen zwischen Idylle und Rechtsrutsch und stellt langgehegte Gewissheiten in Frage.

Es war einmal ein kleines Städtchen, dessen ruhige Idylle gestört wurde und dessen Bewohnende in Aufruhr versetzt wurden. Es war auch einmal: Der Wolf. Und dieser will jetzt von jedem höchstpersönlich geschossen werden. Um welchen Wolf es sich genau handelt, ist unklar, was beim Schiessen natürlich nicht hilft. Und dann gibt es da noch ein kleines, nicht ganz unwichtiges Detail zum aufgebrachten Städtchen: Alice Weidel, deutsche Kanzlerkandidatin der AfD, wohnt da. Ob das ins Stadtbild passt? Schliesslich handelt es sich um einen Pilgerort am Jakobsweg, ein Ort der Besinnung und Ruhe, der Natur und Friedlichkeit.

Da stellen sich viele Fragen, zum Beispiel: Was ist eigentlich echt? Was hat es mit dem Wolf auf sich? Ist dieser echt? Ein Wolf im Wolfspelz, ein Wolf im Schafspelz oder etwa ein Schaf im Wolfspelz? Und was hat es auf sich mit der Queerfeindlichkeit einiger Queers? Mit Regenbogenfamilien mit brauner Gesinnung? Ist das nicht ein Widerspruch? Fatima Moumouni und Laurin Buser nehmen das Publikum in «Die weisse Madonna von Einsiedeln» mit auf eine Entdeckungsreise in ein Schweizer Städtchen zwischen Rechtsrutsch und vermeintlicher Idylle und fragen sich: Wieso fühlen sich Rechtsextreme in der Schweiz, der angeblich besten Demokratie der Welt, so wohl?

Die weisse Madonna von Einsiedeln

Theater Basel, Kleine Bühne
Theaterstrasse 7

Ab Mittwoch, 22. April bis Samstag, 13. Juni

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