Selbstbewusst watschelt eine Ente über die Holzdielen vom Galizi. Schaut, was läuft. Wo was herumsteht. Wer was konsumiert. Benimmt sich, als wäre sie hier die Chefin. Es ist Vormittag, die eben aufgeklappten Schaffner-Tische werden langsam warm, die gelben Liegestühle rufen: Chill mal! Im Hintergrund rauscht zwar nicht das Meer, aber immerhin die Birs, die hier in den Rhein mündet. Einen wunderbaren Ort hat sie sich ausgesucht, diese Ente.
Tatsächlich sind die Chefen der neuen Sommerbar am Birsköpfli jedoch Lothar Linsmayer und Ayrton Rodriguez - du kennst die beiden von Astro Fries. Sie haben mit dem Galizi einen Ort für ein zumindest kurzzeitig extrem entspanntes Leben geschaffen. Den ganzen Tag kannst du hier verbringen, morgens in Ruhe mit feinem Kaffee und einer Smoothie-Bowl starten, mittags mit Blick aufs Wasser ein leichtes Salätchen oder Shakshuka geniessen, mit den Kids im Pool hinter dem Pavillon ein wenig plantschen, danach snacken, apérölen und unbedingt bleiben bis zum Abend, wenn der Ort sich belebt und auch mal ein Konzert stattfindet oder eine Party. Von hausgemachtem Hummus mit Fladenbrot über Burger, Flanksteak oder Waffeln mit Schokoladensauce bekommst du hier alles, was deine Sehnsucht nach Ferien beflügelt. Und ja, natürlich auch ein Glacé, ein Bierchen oder einen Apérol Spritz.
Wir surfen beide, das Wasser gibt uns Ruhe. Darum haben wir uns für diesen Ort beworben.Ayrton Rodriquez
Alte Freundschaft, neues Gastro-Konzept
Von Astro Fries zur Beachbar - wie kommts? «Wir sind dem Wasser beide sehr verbunden», erklärt Ayrton. «Wir surfen beide, das Wasser gibt uns Ruhe. Darum haben wir uns für diesen Ort beworben. Dass unser Konzept so gut ankommen würde, damit haben wir ehrlich gesagt nicht gerechnet ...» Für ihr neues Hideaway am Rhein haben sie schliesslich die komplette Küche, die Bar und auch das Lager neu gestaltet, hübsches Inventar gekauft, gestrichen und renoviert. So ist das Galizi mit der kleinen Krabbe im Logo und dem knalligen Farbkonzept heute zweifellos das Highlight am Birsköpfli. Das Birsköpfli - ein legendärer Ort, an dem sich seit jeher die Jugend tummelt, feiert und geniesst. Aber auch Familien, Badenixen und Sonnenanbeter kommen hier zur Ruhe. Und natürlich haben auch Lothar und Ayrton noch vage Erinnerungen an wilde Sommernächte am Birsköpfli.
Egal was ist, Ayti ist relaxt. Ich bin da eher das Gegenteil.Lothar Linsmayer
Die beiden kennen sich seit ihrer Kindheit. «Ich war oft mit Aytis älterem Bruder skaten. Hin und wieder hatte der den kleinen Ayti im Schlepptau», schmunzelt Lothar, der acht Jahre älter ist. Richtig kennengelernt haben sie sich dann aber erst, als sie beruflich fürs Viertel Dach zusammenarbeiteten und merkten: Wir ergänzen und prima. «Ich mag das Kreative an Lothi», erzählt Ayrton. «Er bringt laufend Impulse für Neues. Zudem hätten wir ohne sein gastronomisches Wissen gar nie selbständig durchstarten können.» Lothar wiederum schätzt an Ayrton seine objektive Betrachtungsweise und seine Ruhe. «Egal was ist, Ayti ist relaxt», so Lothar, «Ich bin da eher das Gegenteil. Ich kann sehr temperamentvoll und aufbrausend sein. Ayrton holt mich wieder runter.»
Der Stadt Basel und der Gastronomie sind die beiden gleichermassen verbunden. «Ich finde es total spannend und schön, die Stadt mit neuen Konzepten zu bereichern und Teil der hiesigen Gastro-Szene zu sein», so Lothi. Und Ayti ergänzt: «Und ganz generell finden wir Essen und Trinken einfach nice!» So geniessen die beiden nun den Sommer am Wasser - arbeitend einerseits, denn beide packen gerne mit an. Aber vielleicht legen sie auch mal das Badetuch vor dem Galizi auf die Wiese und überlassen der Ente das Kommando. Mal sehen.