Die neuste Ausstellung im Artstübli am Steinentorberg beweist ein für alle Mal, dass die Trennung von Natur und Kultur ziemlich künstlich daherkommt – und das auf eine sehr ästhetische Art und Weise. Die Basler Künstlerin Franziska Baumgartner zeigt in «Mikrotopia» Werke, die Elemente aus Biologie und Chemie mit künstlerischen Verfahren bearbeiten. Sie interessiert sich für die Schnittstelle von Kunst und naturwissenschaftlichen Phänomenen und macht die Schönheit dieser Phänomene in ihren Installationen greif- und erfahrbar.
In «Mikrotopia» werden die Transformation, Selbstorganisation und Musterbildung von Materie gezeigt, wodurch Franziska Baumgartner diese Prozesse, die wir Menschen normalerweise gar nicht mitbekommen, für einmal in den Mittelpunkt rückt. Dabei zeigt sich, dass das, was während dem Bio- und Chemieunterricht unter dem Mikroskop oder im Reagenzglas passiert, auch ästhetisch richtig viel hergibt. Fantastisch anmutende Formen entstehen aus Versuchsanordnungen, die Experimente werden foto- und videografisch festgehalten und in Installationen umgesetzt. Die Ausstellung verbindet organische mit anorganischen Materialien, sucht die Verbindung zwischen Kultur und Natur und stellt die anthropozentrische Wahrnehmung für einen Moment aufs Abstellgleis.
Mikrotopia – Franziska Baumgartner
Artstübli
Steinentorberg 28
Freitag, 20. März bis Samstag, 25. April
Donnerstag und Freitag, 11 bis 18 Uhr
Samstag, 14 bis 18 Uhr