Das Merge Dance Collective zeigt im Tanzhaus Basel am 11. und 12. März sein Stück «Meant to be together». Ein talentiertes Trio verhandelt darin unsere Streitkultur und legt festgefahrene Mechanismen offen, die in Konflikten häufig hochkochen.

Wer beim Titel des Tanzstücks «Meant to be together» an Romantik, Kitsch und traute Zweisamkeit denkt, wird im Tanzhaus überrascht von einer Performance, die sich einem ganz anderen Thema widmet: dem Streiten. Linda Heller will mit «Meant to be together» erforschen, wie wir miteinander streiten und was das mit erlernten – häufig geschlechtsspezifischen – Mechanismen zu tun hat. Das Merge Dance Collective steht dafür als Trio auf der Bühne, tanzt mit-, neben- und gegeneinander und sucht nach einer konstruktiven Streitkultur.

Dass Streiten als omnipräsentes Thema, das uns sowohl in Freundschaften als auch romantischen Beziehungen, am Arbeitsplatz und in der Politik begegnet, trotzdem häufig so unangenehm ist, liegt zu einem grossen Teil an den Assoziationen, die wir damit verbinden: Geht es um Streit, tauchen sofort Begriffe wie Sieg und Niederlage auf, die nahelegen, dass es beim Streiten ums Gewinnen und Verlieren geht, statt um ein gemeinsames Lösen eines Konflikts. Dem hält das Tanzkollektiv den runden Tisch entgegen, an dem offen diskutiert und debattiert wird, sodass durchs Streiten Brücken gebaut statt abgerissen werden.

Meant to be together

Tanzhaus Basel
Horburgstrasse 105

Mittwoch, 11. März, 20 Uhr
Donnerstag, 12. März, 20 Uhr

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