Die Polizei, das Gericht, die Strassen, das Zuhause, das Krankenhaus, die Arbeit, Medienwelten. Was haben all diese Orte und Institutionen gemeinsam? Sie alle sind Orte, die immer wieder die Schauplätze patriarchaler Gewalt werden. Das greift das Theater Niemandsland im Stück «Und dann frass er mein Herz» und «Monika und Lorenzo» auf. Im ersten Teil des Abends zeigen die Schauspielenden verschiedene Formen der Gewalt an diesen verschiedenen Orten, indem sie sie durch intensive Choreografien darstellen. Wieso das Ganze? Die Theatergruppe will patriarchale Gewalt sichtbar machen und damit aufdecken, welche Machtstrukturen zur Gewalt beitragen, um das Publikum zum Nachdenken anzuregen.
Im zweiten Teil des Abends versuchen eine Pädagogin und ein Pädagoge ein Märchen für Jugendliche zu schreiben, das die Gewalt thematisiert, und stossen dabei an ihre Grenzen. Das Theater Niemandsland, eine Gruppe an Menschen, die sich in offenen Trainings treffen, um zusammen zu erzählen, zu tanzen und zu spielen, sieht das Stück als Einladung an alle, die sich mit der schweren Thematik auseinandersetzen wollen, und als Aufruf zur Veränderung durch ein Umdenken, das zum Handeln auffordert.
«Und dann frass er mein Herz» und «Monika und Lorenzo»
kHaus
Kasernenhof 8
Samstag, 28. März, 20 Uhr
Sonntag, 29. März, 19 Uhr