«Tie-dye» heisst die neue Ausstellung im Museum der Kulturen Basel, die zeigt, wie Muster auf Textilien entstehen. Dabei lernst du Techniken wie Falten, Binden und Nähen kennen, die diversen Textilmusterungen zugrundeliegen – probiere es selbst!

In Zeiten von Fast-Fashion und grossen Mode-Konzernen, deren Kollektionen die Shoppingmeilen auf der ganzen Welt dominieren, gewinnen Individualität und Handwerk an Bedeutung. «Tie-dye» steht für Musterungstechniken wie Falten, Binden und Nähen, die gerade auch bei jungen Menschen wieder voll im Trend sind, da jedes Stück ein Unikat ist und ein Ausdruck von Individualität darstellt. Auf dem Catwalk der neuen Ausstellung «Tie-dye: gefaltet, genäht, gefärbt» im Museum der Kulturen Basel stehen nun aber keine Models, sondern kunstvoll gemusterte Kleidungsstücke.

Spürbares Handwerk in jeder Faser

Das Handwerk steht im Fokus der Ausstellung, der es gelingt, die Neugier und das Interesse an ganz unterschiedlichen kulturellen Praktiken zu wecken, welche die Musterungstechniken teilweise seit über 1000 Jahren anwenden. Die japanische Färbetechnik «shibori» ist eines der bekanntesten Beispiele. Hier werden bestimmte Teile eines Stoffes abgeklemmt, verschnürt oder vernäht, sodass diese geschützten Stellen die Farbe beim Eintauchen nicht oder nur abgeschwächt annehmen. Auf diese Weise ergibt sich dann eine ganz individuelle Musterung, auf deren Technik auch die bunte Kleidung der Hippie-Bewegung der 60er- und 70er-Jahre basiert. Der englische Ausdruck und Name der Ausstellung «tie-dye» bedeutet also nichts anderes als «knüpfen» (to tie) und «färben» (to dye) und fasst die verschiedenen Formen dieser Handwerkskunst unter einem Begriff zusammen.

«Die Ausstellung möchte die Freude und den Genuss am Ergebnis weitergeben.»
Stephanie Lovász, Kuratorin Museum der Kulturen Basel

Rund 250 Exponate präsentiert das Museum der Kulturen Basel für die neue Ausstellung, bei der es auf seine weltbekannte Textilsammlung zurückgreift, wobei Musterungstechniken aus Afrika, Asien, Europa und Südamerika systematisch erfasst und dokumentiert wurden. Diese Sammlung steht nun erstmals im Fokus einer Ausstellung, die von Kimonos über Kinderkleider bis hin zu Tüchern und Schuhen reicht und auf einem Catwalk inszeniert wird.

Mitmachstation fördert die Freude an der Handwerkskunst

Die neue Ausstellung möchte nicht nur das Wissen vermitteln, wie diese Musterungen mit viel Geschicklichkeit Schritt für Schritt entstehen. Sie lässt die Besuchenden auch aktiv daran teilhaben. An einer Mitmachstation kannst du dich selbst in verschiedenen «tie-dye»-Techniken versuchen, wodurch du noch mehr Verständnis für die Entstehung der Muster sowie Wertschätzung für das Handwerk entwickelst.

Übrigens: Die Ausstellung begrenzt sich nicht nur auf einzelne, in sich geschlossene Räumlichkeiten, sondern erstreckt sich sogar über das Treppenhaus des Museums. Hier kannst du die Installation «Sequences, Screens» der Textilkünstlerin Marie Schumann bestaunen, deren Werk sich von einer Etage zur nächsten entfaltet und sich von verschiedenen Seiten betrachten lässt.

Tie-dye: gefaltet, genäht, gefärbt

Museum der Kulturen Basel
Münsterplatz 20
mkb.ch

Die Ausstellung dauert bis zum 23. Januar 2028.

Interaktives Rahmenprogramm
Entdecke das vielfältige Rahmenprogramm mit Führungen, Workshops und Talks!

Dieser Partner-Content ist in Kooperation mit unserem Partner «Museum der Kulturen Basel» entstanden.
Museum der Kulturen Basel
Die Welt mit anderen Augen sehen – das Museum der Kulturen Basel gehört zu den bedeutendsten ethnografischen Museen Europas.