Der Winter zieht sich, die Ausflugs-Ideen gehen langsam aus. Wart ihr schon im VitraHaus? Die abenteuerliche Rutschbahn hat bei Okay-Wetter täglich geöffnet und die Architektur stillt zumindest kurzzeitig die Sehnsucht nach Wärme und Licht.

Da ist er wieder, dieser Punkt im Jahr, an dem man nach Sonne, Magnolienblüten und potentem Frühlingsduft lechzt. Der Moment, wo man beim Blick aus dem Fenster heulen möchte, an dem man sämtliche Kappen und Mäntel verflucht. Nützt alles nix, wir müssen noch einige Wochen ausharren. Am besten also, wir füllen diese mit schönen Erlebnissen. Zum Beispiel mit einem Besuch im VitraHaus. 

Wenns gerade keine Bindfäden seicht, empfiehlt es sich, den Besuch mit einer kleinen Wanderung über die Rebberge des Tüllinger Hügels zu verbinden. Von Riehen aus führt der Rehberger Weg in rund einer Stunde direkt aufs Vitra-Gelände. Kinder lassen sich allenfalls mit der Aussicht auf eine abenteuerliche Rutschpartie aus der warmen Stube locken. Vom rund 30 Meter hohen Vitra Slide Tower des deutschen Künstlers Carsten Höller kann man nämlich auf einer kurvenreichen und rasanten Fahrt im Filzsack heruntersausen – der Spass ist zwar kostenlos, aber nichts für schwache Mägen, ich spreche aus Erfahrung.   

Der Besuch im VitraHaus ist schliesslich immer eine Inspiration. Der dekonstruktivistische Bau von Herzog & de Meuron bietet von aussen eine Augenweide und von innen eine Entdeckungsreise. Eigentlich ist das Haus als Ausstellungs- und Präsentationsfläche konzipiert, fühlt sich aber an wie ein Zuhause, in das man gerne gleich einziehen würde (wären da nicht die je nach Wochentag zahlreichen Besucherinnen und Besucher). Hier kann man sich hemmungslos auf Betten und Sofas herumlümmeln, Stühle probesitzen, Deko-Ideen klauen, in Büchern und Zeitschriften schmökern und aus dem Fenster in die Rheinebene blicken und träumen. Zum Beispiel vom nahenden Frühling.

 

VITRAHAUS

Charles-Eames-Strasse 2, Weil am Rhein

vitra.com