Überraschend, witzig, spannend, provokativ - das ist Performancekunst. Wie sich die Schweizer Szene seit den 60er Jahren entwickelte, beleuchtet nun eine spartenübergreifende Ausstellung.

Es gibt Künstler, die tanzen, machen Theater, schaffen Skulpturen oder Gemälde. Und es gibt solche, die machen Performance. Jean Tinguely liebte diese Art von Kunst zum Beispiel und liess bereits in den 60er Jahren  eine Unmenge an Material explodieren und in Flammen aufgehen – 1974 sprengte er sogar das Basler Fasnachts-Comité in die Luft. Doch es gibt noch zahlreiche weitere Schweizerinnen und Schweizer, die sich dieser Art von Kunst verschrieben haben. Urs Lüthi zum Beispiel, Daniel Spoerri oder Anna Winteler. Über 50 von ihnen gibt es nun anlässlich der Ausstellung PerformanceProcess zu sehen, in Form von Dokumenten, Fotografien, Videos, Zeichnungen, Objekten und natürlich mit Performances selbst.

Es ist ein fünfmonatiges Fest, welches die Vielfalt und Breite der Schweizer Performancekunst von 1960 bis in die Gegenwart feiert. Gemeinsam mit dem Centre culturel suisse Paris nähern sich das Museum Tinguely, die Kaserne und die Kunsthalle den unzähligen Anspekten des performativen Schaffens in der Schweiz an. Während es im Museum Tinguely Performancekunst der letzten 60 Jahre zu sehen gibt, zeigt die Kunsthalle zeitgenössische Werke und die Kaserne widmet sich den Arbeiten zwischen Performance und Choreografie. Jeden Monat werden historische wie auch speziell für die Ausstellung konzipierte Performances die Ausstellung mit zusätzlichem Leben erfüllen. Zack, boom, bäng – das wird eine spannende Zeit!
 

Was: PerformanceProcess – 60 Jahre Performancekunst in der Schweiz
Wann: 20. September bis 28. Januar
Wo: Kunsthalle, Museum Tinguely, Kaserne

www.tinguely.ch | www.kaserne-basel.ch | www.kunsthallebasel.ch